Blog Image
Feb 09, 2021

Die Kunst Entscheidungen zu treffen



Warum können wir Menschen keine Entscheidungen mehr treffen? Warum fällt es uns so unglaublich schwer?
Können wir etwas tun, damit es uns leichter fällt?

Da tauchen doch einige Fragen auf:

  • Sollte ich mich besser von meinem Partner trennen?
  • Soll ich meinen Job wechseln oder bleiben?
  • Sollte ich lieber ein Leben lang zur Miete wohnen bleiben oder doch besser ein Haus kaufen?

All diese Fragen bringen doch Veränderungen mit sich. Und Veränderungen sind oft auch schwierig anzunehmen. Vor allem fehlt uns zu gewissen Veränderungen der Mut, denn manche Entscheidungen haben schon ziemlich Gewicht. Sie nehmen manchmal ein Ausmaß an, das uns vielleicht Angst bereitet.

Man gibt nicht einfach mal so eine Ehe oder eine langjährige Beziehung auf. Und schon gar keinen Job, den man sich über Jahre hinweg erarbeitet hat und dabei noch gut bezahlt ist. Denn so verliere ich vielleicht bei beiden Themen an Sicherheit im Leben. Denn meinen langjährigen Partner kenne ich bereits in- und auswendig. Da ist nicht oft mit unangenehmen Überraschungen zu rechnen.

Natürlich sind das alles gute Gründe, um keine Veränderung durchführen zu müssen. Da werden mir alle im ersten Moment zustimmen. Aber wie sieht es mit der dazugehörigen Gefühlswelt aus? Fühle ich mich in der Ehe noch wohl, ist das eine Ehe aus Liebe und kann ich mich dort fallen lassen oder bin ich nur noch dort, um Sicherheit zu haben? Erfüllt mich mein Job und werde ich gut behandelt oder kämpfe ich mich jeden Tag durch und komme morgens lustlos kaum aus dem Bett? An diesem Punkt fangen dann meistens schon die Schwierigkeiten an.

Wir kämpfen innerlich mit uns und fertigen nach langen Überlegungen eine Pro- und Contraliste an. Leider bringt die nicht ganz so viel. Macht nichts, denn wozu habe ich Freunde und Verwandte, die mir auch einen guten Rat geben können. Die werden schon die beste Lösung für mich parat haben und mir eventuell sogar die Entscheidung abnehmen.

Tja, weit gefehlt. Auch hier gibt es keinen eindeutigen Weg. Mit der Zeit verfestigt sich auch das Gedankenkarussell, das mittlerweile Tag und Nacht läuft und mir tagsüber ein völliges Wirr-Warr bereitet. Dies alles sind Energiesauger, die unermüdlich an deinem Nervenkostüm zerren. Hin- und Her und Her- und Hin!

Aber warum sind manche Entscheidungen für uns so schwierig?


Die Frage hat sich wohl schon jeder gestellt. Gewichtige Entscheidungen sind so schwierig, weil es keine bessere Alternative dazu gibt. Die schwerwiegenden Entscheidungen sind deshalb so hart, weil wir wissen, dass sie das Leben verändern werden. Und das macht uns Angst, weil wir dadurch Sicherheit und die Kontrolle über etwas verlieren, was wir vorher in unserem gewohnten und sicheren Leben eben hatten.

Aber ich finde es wichtig zu wissen, dass es nicht immer an einem selbst liegt. Es ist eben einfach so, dass es keine andere Option in dieser Sache gibt. Wäre etwas sicherer, besser und ohne Angst, dann würden wir diese Entscheidung sofort fällen. Es gibt sehr selten Entscheidungen, die für ein ganz klares Ja oder Nein stehen.

Also ist dies das Ende vom Lied, dass man sich wie ein Hamster im Laufrad fühlt. Es dreht sich und dreht sich und der arme Hamster ist völlig erschöpft und außer Atem. Er kommt nicht mehr zur Ruhe und kann somit auch keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Du wirst jetzt wahrscheinlich denken, das ist ja ganz toll, das war mir vorher schon klar. Das ist nichts Neues. Warum schreibt sie dann diesen Blog? Ich habe mich doch dazu entschieden diesen Blog zu lesen, damit ich eine Lösung für mein Problem bekomme.

Das Wichtigste beim Treffen von Entscheidungen ist, dass wir uns Fragen stellen und dann in unser Gefühl gehen.

Wer möchte ich bei dieser Entscheidung eigentlich sein und was fühle ich dabei? 


Warum ist das so wichtig für uns? Weil du so herausfindest, wer du bist und welche Entscheidung zu dir passt. In diesem Zustand brauchst du dann keine Entscheidungshilfe mehr von außen. Du kannst sie selbst für dich treffen. Beispiele für Fragen könnten sein:

  • Möchte ich ein Mensch sein, der nur aus Sicherheit und Abhängigkeit in einer Ehe bleibt?
  • Möchte ich der/diejenige sein, die morgens kaum aus dem Bett kommt, weil der Job einfach nur noch nervt oder keinen Spaß mehr macht?

Oder:

  • Möchtest du eine Person sein, die von Herzen geliebt wird und die ihre Partnerschaft/Ehe in vollen Zügen genießt?
  • Möchtest du einen Job, der dich wirklich erfüllt und du morgens gerne aufstehst und dich auf deine Kollegen freust?

Ich finde es fantastisch zu wissen, dass man eine Wahl hat und nur wir uns selbst dafür entscheiden können, wer wir sein wollen. Denn Entscheidungen treffen bedeutet auch, dass wir weniger Energie für unnütze Gedanken aufwenden müssen und wir frei leben können, so dass wir auf niemanden angewiesen sind. Nur wir können entscheiden, was gut für uns ist.

Durch gewisse Entscheidungen geht es uns viel besser, wir werfen Ballast ab und leben unbeschwert. Sogar die Verbesserung von körperlichen Beschwerden ist möglich. Denn der Körper wird von seiner ständigen Zwangsjacke befreit und kann wieder in Leichtigkeit leben.

Vielleicht helfen dir auch noch folgende Fragen, damit du herausfindest, wer du bist und wie du leben möchtest.

Wenn du Entscheidung triffst, was würde tolles dadurch entstehen?

  • Welche Werte sind für dich wichtig?
  • Welche Veränderungen würden stattfinden?
  • Welche Träume kannst du dadurch verwirklichen?

Es geht bei einer Entscheidung immer um das Gefühl, welches dir zeigen möchte, wer du bist und was du möchtest. Es wäre doch möglich, dass ein ganz anderes und besseres Leben auf dich wartet.
Ausprobieren schadet nicht!